Teppiche des Mittelalters

Schloss Thun

Dauerausstellung im 1. Stock

Teppiche des Mittelalters

Im ersten Stock befinden sich neben mittelalterlichen Waffen drei Teppiche als Highlights der mittelalterlichen Sammlung. Die Teppiche wurden 1883 im Thuner Rathaus in einer Kiste wiederentdeckt. Die wertvollen Altarteppiche des 13. und 15. Jahrhunderts aus den Thuner Kirchen stellen zentrale Objekte der Thematik Religion und Kirchen im Spätmittelalter dar und sind gleichzeitig kunst- und kulturhistorische Zeugen erster Güte.

Mondsichelmadonnen-Teppich (Bild oben)

Um 1440/50, Wolle, Leinen, Seide, 1,02 m auf 3,40 m. Der Webteppich wurde in Basel auf Auftrag von Anna von Velschen für die Kirche Scherzlingen bei Thun hergestellt.

Medaillon-Teppich (Bild unten links)

Um oder kurz nach 1300, Wolle, 1 m auf 3,35 m. Der Teppich wurde in der Stadtkirche St. Mauritius in Thun als Altarantependium, als Behang für die Vorder- und allenfalls Seitenfläche des Altarsockels verwendet. Im Zentrum ist der heilige Mauritius als Ritter dargestellt, umgeben von den vier Evangelistensymbolen und acht äusseren Tier-Medaillons.

Wappen-Teppich (Bild unten rechts)

2. Hälfte 15 Jahrhundert. Der Teppich stammt aus der Burgunderbeute, welche die Eidgenossen nach dem Sieg über das burgundische Heer bei Grandson 1476 gemacht haben.

 

Teppiche Kombi